Info
Neu: Der EU-Reisepass für Haustiere
Bislang gelten in jedem EU-Land eigene
Einreisebestimmungen für Haustiere. Ab Oktober 2004 werden diese
vereinfacht. Besitzer von Hunden, Katzen und Frettchen müssen sich
dann beim Tierarzt einen so genannten Heimtierpass besorgen. Darin
stehen, ähnlich wie beim menschlichen Reisepass, die
unverwechselbaren Kennzeichen sowie Informationen zu Impfung und
eventuellen Krankheiten. Bedingung: Die Tiere müssen einen
Mikrochip oder eine Tätowierung tragen. Hamster, Meerschweinchen
oder Vögel brauchen einen solchen Heimtierpass nicht; sie kann man
bedenkenlos überall hin mitnehmen.
Wussten Sie ...
...dass Katzen nicht nur gähnen, wenn sie müde sind?
Wenn zwei einander fremde Katzen sich gegenseitig imponieren wollen,
setzen sie sich häufig in Sichtweite betont lässig hin und
gähnen herzhaft, genau darauf bedacht, die gefährlichen
Reißzähne zu zeigen.
Auch als Überspannungshandlung dient Gähnen: Wenn eine Katze
vor einer Entscheidung (z.B. springen oder nicht) steht, gähnt
sie, um "Zeit zu gewinnen".
Und auch, wenn eine Aktion misslungen ist, z.B. ein akrobatischer
Aufstieg auf den Kratzbaum, der mit einem Plumps endet, führen
verlegene Katzen eine sogenannte ungerichtete Handlung - das
Gähnen - aus.
Tierarzt-Assistent mit Folgen
Wenn Sie sich freiwillig bereit erklären, beim Tierarzt zu
assistieren, und Ihre Katze Sie beißt, haben Sie keinen Anspruch
auf Schmerzensgeld oder Schadensersatz. So jedenfalls entschied das
Oberlandesgericht Oldenburg im Fall einer Katzenhalterin, deren Tier
sie auf dem Behandlungstisch tief in den Daumenballen gebissen hatte.
Trotz sofortiger "tier"ärztlicher Behandlung entzündete sich
der Daumen, und die Katzenhalterin musste ins Krankenhaus. Selber
schuld, befand das Gericht. (AZ: 12 U 105/01)
Schnelle Jugend - lange beste Jahre
In Menschenjahre umgerechnet, altern Kätzchen anfangs ungeheuer
schnell. Dann verlangsamt sich das Altern allmählich. In die
Wechseljahre kommen weder Kater noch Kätzin, beide bleiben
(unkastriert) bis an ihr Lebensende fruchtbar. Ab dem siebten
Lebensjahr altert eine Katze alle zwei Jahre etwa wie ein Mensch in
zehn Jahren.
| Katzenjahr | Menschenjahr |
| 1 | 16 |
| 2 | 26 |
| 3 | 32 |
| 4 | 42 |
| 5 | 45 |
| 6 | 47 |
| 7 | 52 |
| 8 | 56 |
| 9 | 61 |
| 10 | 65 |
| 11 | 71 |
| 12 | 75 |
| 13 | 81 |
| 14 | 85 |
Streunende Katzen im Garten
Ein Gartenbesitzer muß es dulden, daß Katzen des Nachbarn
in seinem Garten streunen. Dies gilt jedoch nur für zwei Katzen.
Hat der Nachbar mehrere Katzen, so muß er die übrigen
entweder weggeben oder im Haus halten.
Die Duldungspflicht des Gartenbesitzers hinsichtlich zweier Katzen "pro Nachbar" begründete das Landgericht Darmstadt mit dem "Bedürfnis der Tiere nach einer eigenständigen und autonomen Lebensführung", wovon sie sich "selbstverständlich nicht durch willkürlich gezogene Grundstücksgrenzen abhalten" ließen. Daher müsse ein Gartenbesitzer auf seine Nachbarn Rücksicht nehmen und zumindest zwei streundende Katzen dulden. Anderenfalls könne ja ein Grundstücksinhaber die Katzen einer ganzen Wohngegend verbieten lassen. Auf der anderen Seite müßten aber auch die Katzenhalter Rücksicht nehmen und sich auf zwei freilaufende Katzen beschränken.
Nachbar muß fremde Katze auf der eigenen Fahrzeughaube nicht hinnehmen
Katzenbesitzer haben dafür zu sorgen, daß ihre Lieblinge die Autos der Nachbarschaft weder als Ruheplätzchen noch als Teil ihrer Laufstrecke benutzen. Wem dies nicht gelingt, dem drohen Ordnungsgelder oder bei Lackschäden durch Katzenkrallen sogar Schadensersatzforderungen.
Dies entschied das Landgericht Lüneburg: Zwar bestehe in der Nachbarschaft grundsätzlich eine sog. "Duldungspflicht" wenn das Tier über fremde Grundstücke laufe, doch ende diese spätestens dann, wenn der Stubentiger Fahrzeuge betrete, beschmutze oder gar beschädige.
